Hintergrund:
Bei einer CAR-T-Zell-Therapie werden dem Patienten körpereigene T-Zellen entnommen. Diese werden genetisch modifiziert um auf der Oberfläche der T-Zellen künstliche Rezeptoren ausbilden (chimäre Antigenrezeptoren, kurz CAR). Die CAR-T-Zellen werden vermehrt und dem Patienten dann per Infusion wieder verabreicht. Im Körper binden die CAR-T-Zellen über ihre chimären Antigenrezeptoren an die Krebszellen und bekämpfen diese.
MOA Animation CAR-T-Zell-Therapie
Nutzungsrechte des Bildmaterials: Janssen / Johnson & Johnson
Musik: Kevin McLeod – Impact prelude – Nutzungslizenz: Creative Commons (CC BY 3.0)
Projektbeschreibung:
Gestaltung einer 3D Mode-of-action Animation über den Einsatz von CAR-T-Zellen bei der Behandlung von bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks (Multiplen Myelom). Die Animation zeigt in einem kurzen Überblick die Grundlagen der CAR-T-Zell-Therapie bei Multiplen Myelom.
Wichtigstes Einsatzgebiet der Animation war die Präsentation auf dem Stand des Kunden auf einem medizinischen Fachkongress. Die MOA-Animation wurde hier auf transparenten 52″ Monitoren (OLED / TOLED) gezeigt. Auf diesen Geräten werden dunkle Bildteile transparent/durchsichtig angezeigt – während Bildelemente deckender dargestellt werden, je heller diese sind. Entsprechend wurde bei der Konzeption der Animation sich für einen dunklen Hintergrund entschieden, der dann nahezu transparent dargestellt wird. Im Kontrast dazu wurden die Bildelemente deutlich heller angelegt um eine gute Sichtbarkeit zu erzielen. Zudem setzten wir klar abgegrenzte Formen und Farben ein, um eine deutliche Trennung zwischen transparentem Hintergrund und deckenden/leicht durchscheinenden Bildelementen zu erreichen. Um die Animation möglichst organisch auf den transparenten Displays wirken zu lassen, wurde die MOA-Animation in 50 Bildern pro Sekunde erstellt.

Im Rahmen der CAR-T-Zell-Therapie werden dem an Multiplem Myelom erkrankten Patienten körpereigene T-Zellen entnommen.

Die entnommenen körpereigenen T-Zellen werden genetisch so modifiziert, dass sich auf deren Oberfläche chimäre (künstliche) Antigenrezeptoren bilden. „Chimäre Antigenrezeptoren“ werden als „CAR“ abgekürzt.

Der chimäre Antigenrezeptor verfügt extrazellulär über eine Antigen-bindende Domäne, die aus zwei Einzeldomänen-Antikörpern (VHH-Domänen) besteht. Diese sind so konzipiert, dass sie spezifisch an BCMA (B-Zell-Reifungsantigen) der Myelomzelle binden.

Im Inneren der CAR-T-Zelle vermitteln die „CD3 Zeta-“ und die „4-1BB-Domänen“ die Aktivierung der Zelle.

In der Folge vermehren sich die CAR-T-Zellen (Proliferation).

Zudem setzt die CAR-T-Zelle Perforin und Granzym frei (Perforin-Granzym-Achse) und attackiert damit die Myelomzelle.

Granzym-Serinproteasen stoßen in der Zielzelle Apoptoseprozesse an. Die Myelomzelle stirbt ab.

Zudem schüttet die CAR-T-Zelle weiterer Zytokine aus und induziert damit entzündliche Prozesse, die in der Folge weitere Tumorzellen zerstören und andere Immunzellen rekrutieren.

Projektdetails MOA Animation CAR-T-Zell-Therapie
Umfang: Mode-of-action 3D Animation
Einsatzgebiete: Transparenter Monitor auf Kongress
Technisches: Full-HD, 50 Bilder pro Sekunde, 1:30 Minuten, Deutsch, Untertitel
Kunde / Auftraggeber: Janssen / Johnson & Johnson
Die Nutzungsrechte der hier gezeigten Abbildungen liegen beim Auftraggeber, eine Verwendung der hier gezeigten Bilder ist nicht gestattet. Bilder und Video sind mit Wasserzeichen geschützt.